MÖRIKEHAUS Ochsenwang
Eduard-Mörike-Str. 15
73266 Bissingen an der Teck
(07023) 2304
 
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Aktuelles / Veranstaltungen

Wir empfehlen!

 

 

Geister, Halbgeister, Mischwesen -
abgründige Figuren in Werken von Eduard Mörike

 

Auf Einladung der Württembergischen Bibliotheksgesellschaft, Stuttgart, und derMörike-Gesellschaft, Ludwigsburg, wird

 

Prof. Dr. Jürgen Wertheimer vom Lehrstuhl für internationale Literaturwissenschaft an der Uni Tübingen

am Dienstag, 17. April 2018 um 18 Uhr

im Vortragsraum des Landesmuseums Württemberg im Alten Schloss Stuttgart (Schillerplatz 6)

in seinem Vortrag die Geisterwelt des Dichters Eduard Mörike präsentieren.

 

Mörikes schöne Lau ist Außenseiterin und Zugehörige zugleich in zwei extrem unterschiedlichen Welten. Zum einen ist und bleibt sie als Gattin eines Wassernixenfürsten aus dem Schwarzen Meer Angehörige einer uralten wässrigen Donaumonarchie. Für eine Frau, die nie lachte und zudem nur tote Kinder gebar, war dort kein Platz und so wurde sie hierher in ein Exil auf Zeit, eine feudale, provinzielle Besserungsanstalt geschickt: in den Blautopf von Blaubeuren. Was für eine Herkunft für eine „Undine“. Undine auf Wanderschaft, ausgerechnet jene Wesen, die zumeist archaisch beheimatet in urtümlichen Gewässern gründelnd dargestellt werden, nun als Teilzeit-Wassergeist mit Migrationshintergrund. Allein zu diesem Einfall müsste man dem großen narrativen Ent-Zauberer Mörike Gratulieren. Mörike erdet, genauer, „bewässert“ den Mythos und gibt ihm so eine zweite, sehr menschliche Ebene.
Aber nicht nur die Wasserfrau durchgeistert Mörikes Werk: viele Geister, Halbgeister und Mischwesen der verschiedenen Art tauchen oft unvermutet, nie jedoch unmotiviert in Mörikes Werk auf – es lohnt sich, ihren Spuren zu folgen …….

 
 
 

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Mörikes ehemaliger Amtswohnung in Ochsenwang

wird derzeit renoviert, erneuert, umgestellt, ergänzt, modernisiert ...

 

Nach 37 Jahren!

  Die Handwerker haben die Regie!

 

Ihre Besuche sind uns weiterhin willkommen.

Nehmen Platz in der Ochsenwanger Kirche, in der Mörike 1832 / 1833 gepredigt hat,

und hören einiges über den Dichter und Pfarrverweser Mörike.

Ein authentisches und wunderschönes Ausweichquartier um Ihnen von Mörikes Zeit in Ochsenwang zu berichten.

Ob die Dichterstuben dann betretbar sind, das müssen wir derzeit offen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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ARCHIV vergangener Veranstaltungen

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2017

                                               MÖRIKEHAUS OCHSENWANG

                            Literaturmuseum Baden-Württemberg

 

 

Pressemitteilung

 

Einladung in „ein wildes Paradies“

 

Zu einem „Wochenende der offenen Türlädt das Mörikehaus Ochsenwang für den 25. und 26. November ein. Anlass ist die bevorstehende Schließung des Museums wegen der Renovierung und Umgestaltung von Mörikes Wohnung in Ochsenwang. Fast zwei Jahre lang lebte der Dichter in dem kleinen Ort auf dem Breitenstein und hat „bei dieser Gemeinde, die sich im ganzen durch ein treuherziges und vergleichsweise mit andern unverdorbenes Wesen vorteilhaft auszeichnete, meine Pflicht als Seelsorger mit besonderer Liebe geübt“.

„Ein wildes Paradies, ein Reihernest, abgeschnitten von aller kultivierten Welt, und doch nur, wenn ich will, ein Sprung in die Städte der Menschen“ – so schreibt es Mörike in einem seiner ersten Briefe an seinen Freund Friedrich Theodor Vischer im Februar 1832 und meinte damit Ochsenwang.

Vor mehr als 36 Jahren wurde diese Gedenkstätte für den Dichter in den Originalräumen eröffnet, die sich gerade hier noch erhalten haben. Damals in Zusammenarbeit der Kirchengemeinde Ochsenwang und der „Arbeitsstelle Mörike“ am Literaturarchiv in Marbach a.N., die es dort zwischen 1964 und 2002 gab. Heute gehört das Mörikehaus Ochsenwang, ebenso wie weitere nahezu 100 Literaturmuseen im ganzen Land, zum „Literaturland Baden-Württemberg“, dessen Ursprung ebenfalls im Marbacher Literaturarchiv liegt.

Die Neueröffnung in Ochsenwang ist für das Frühjahr 2018 mit einer erweiterten Ausstellung und in neu gestalteten Räumen geplant.

In der 1981 entstandenen Ausstellung kann man sich jetzt noch ein letztes Mal umsehen. Geöffnet ist das Museum an den beiden Tagen zwischen 10 und 16 Uhr. Zum Aufwärmen können Mörikes Gedichte helfen, vielleicht auch eine Tasse Kaff

 

Mörikehaus Ochsenwang  .  Eduard-Mörike-Str. 15  . 73266  Bissingen  .  Fon 07023 – 2304    

Geöffnet nach Vereinbarung                                   www.moerikehaus.ochsenwang.de   

Spendenkonto der Ev. Kirchengemeinde Ochsenwang/Mörikehaus Ochsenwang: IBAN DE44 61150020 0048 330660.s

 

 

 

 

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ARCHIV vergangener Veranstaltungen

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2016

 

Wir laden ein für Sonntag, 5. Juni 2016 um 15 Uhr zu einer

Benefizveranstaltung

zugunsten der Neugestaltung von Mörikes ehemaligen Räumen im Mörikehaus Ochsenwang

 

 

„Die schönsten Brautbriefe der deutschen Literatur!“

Eduard Mörike an Luise Rau

 

 

 

Verlobt – aber selten beisammen. Während Mörike in Ochsenwang 1832/33 amtshalber lebte, wohnte Luise in Grötzingen. Sie trafen sich dort und hier und gingen ein paar Mal kurze Strecken miteinander übers Land. Aber die Zwischenzeiten, an denen sie sich nicht sehen konnten, waren lang. Mörikes „schönste Brautbriefe …“ konnten das Ende nicht aufhalten.

Freuen Sie sich auf eine Stunde mit Lesungen aus diesen Briefen. Dazu gibt es musikalische Liebesgedichte Mörikes, die Peter Schindler als Chansons vertont hat.

 

 

Die Veranstaltung findet in der Kirche statt, dem Museum gegenüber.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ein AST/Anruf-Sammel-Taxi können Sie rechtzeitig unter 07021 - 26 56 bestellen. Es bringt Sie vom Bahnhof Kirchheim/Teck aus nach Ochsenwang.

 

Mörikehaus Ochsenwang

Tel 07023 / 2304

www.moerikehaus-ochsenwang.de

 

 

 

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1. Mai 2016

 

 

Eine literarische Radtour

Per Pedal zur Poesie       Tour Nr. 9

 

 

"Kultur an besonderen Orten 2016" bietet für den 1. Mai eine geführte Ganztagestour von ca. 60 km zu den Literaturmuseen im Umkreis.

 

Um 9 Uhr Abfahrt vom Max-Eyth-Haus in Kirchheim/Teck zum Geschichtshaus in Owen und weiter auf die Hochfläche der Schwäbischen Alb zum Mörikehaus Ochsenwang. An den Stationen gibt es kurze Einführungen zu den jeweiligen Literaten, evtl. Rezitationen und  kleine Führungen durch die Museen. Eine Mittagspause ist am Naturschutzzentrum Schopfloch vorgesehen bevor es über Hepsisau + Weilheim zum Literaturmuseum an der Akademie Bad Boll geht. Von dort aus zurück nach Kirchheim/Teck läuft das Rad dann ganz allein.

 

Maximal 20 Teilnehmer - Anmeldung unter

  / 07021 - 502 555

 

 

 

 

 

 

 

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ARCHIV vergangener Veranstaltungen

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2015

 

Zwischen dem 27. Juni + Ende August 2015

finden Sie auf der Gemarkung Ochsenwang den

Kunst- und Aktionspfad am Randecker Maar  

Veranstalter: Jugendhilfeeinrichtung Ziegelhütte Ochsenwang www.jugendhilfe-ziegelhuette.de

 

 

Im Begleitprogramm bietet das Mörikehaus Ochsenwang  vier Veranstaltungen an:

 

 

 

 

So. 5. Juli 2015 . 15 Uhr . Kirche Ochsenwang

Dr. Reiner Strunk, Denkendorf . Mörike – Proben seines Humors

 

Den Pfarrer Eduard Mörike kennt man. Auch den Verfasser wunderbarer Gedichte über die Natur und die Liebe. Mörikes Humor dagegen ist weniger bekannt, kommt aber in vielen seiner Geschichten und Gedichte zum Ausdruck. Und dies immer im erkennbaren Gegensatz zur anderen, melancholischen Seite seines Wesens.

 

 

 


 

 

So. 12. Juli 2015  . 14 Uhr . Kirche Ochsenwang

Prälat i.R. Paul Dieterich, Weilheim

„Alles, nur kein Geistlicher“  Eduard Mörike als Pfarrer

 

Wie war es, dieses Verhältnis vom damaligen Oberkirchenrat zum Pfarrverweser und Pfarrer Eduard Mörike? Mörike hat sich schwer getan mit seinem Amt und war doch ein ernst zu nehmender und tiefgründiger Pfarrer.

 

 


 

 

Die Schöne Lau – frei nach Eduard Mörike

Ein Traumspiel mit farbigen Schatten

 

2 x am So. 26. Juli 2015 . 12 Uhr + 17.30 Uhr

Ziegelhütte am Randecker Maar / Atelier

 

> für Erwachsene, Kinder ab ca. 8 Jahren

 

 

 Die schöne Lau, schwermütige Fürstentochter und Wasserfrau, wird von ihrem Mann, dem König und Nix im Schwarzen Meer, in den Blautopf bei Blaubeuren verbannt. Erst wenn sie fünf Mal gelacht hat, darf sie zurückkehren. - An diesem dunklen, kühlen und tiefblauen Ort auf der Schwäbischen Alb werden ihre Trübsal, Langeweile und Ungeduld groß und die schöne Lau wendet sich den Menschen am Ufer zu. Da geschieht, was niemand für möglich gehalten hat - die schöne Lau beginnt zu lachen. Vor ihrer Heimkehr ins Schwarze Meer bedankt sie sich mit wahrhaft zauberhaften Geschenken. Wo die wohl geblieben sind?

 

 

Figurenbühne Cadrage, Korntal   www.cadrage-schattenspiel.de

Figuren, Szenerie und Spiel: Adelheid Kreisz

Musik: Kerstin Weber (Flöten),  Stefan Volpp (Gitarre)

 

 

Eduard Mörike schrieb die Historie von der schönen Lau als Teil

der Märchennovelle DAS STUTTGARTER HUTZELMÄNNLEIN.

 

„Der Blautopf ist der große runde Kessel eines wundersamen Quells bei einer jähen Felswand gleich hinter dem Kloster… Dieser Teich ist einwärts wie ein tiefer Trichter, sein Wasser von Farbe ganz blau, sehr herrlich,mit Worten nicht wohl zu beschreiben; wenn man es aber schöpft, sieht es ganz hell in dem Gefäß. Zuunterst auf dem Grund saß ehmals eine Wasserfrau… i Ihr Leib war allenthalben wie eines schönen, natürlichen Weibs, dies eine ausgenommen,dass sie zwischen den Fingern und den Zehen eine Schwimmhaut hatte, blühweiß und zärter als ein Blatt vom Mohn.“

 

„Die Wasserfrau ist kommen,

Gekrochen und geschwommen,

Durch Gänge, steinig, wüst und kraus,

Zur Wirtin in das Nonnenhaus.

Sie hat sich meinethalb gebückt,

Mein’ Topf geschmückt,

Mit Früchten und mit Ranken,

Das muss ich billig danken.“