MÖRIKEHAUS Ochsenwang
Eduard-Mörike-Str. 15
73266 Bissingen an der Teck
(07023) 2304 oder 6230
 
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Baden-Württemberg Vernetzt
 
 

 

 

 

Sie finden das Museum gegenüber der Kirche in Ochsenwang.

Nach vorheriger Anmeldung, digital oder telefonisch,

können Sie jederzeit einen Besuchstermin, mit oder ohne Führung, vereinbaren.

 

Ohne Voranmeldung ist an jedem 1. Sonntag im Monat geöffnet zwischen 11.30  und 17 Uhr!

 

Eintrittspreis:

                     2,50 Euro für Erwachsene

2,00 Euro für Kinder/Schüler.

 

Veranstaltungshinweis siehe Aktuelles!

 

 

Vor und zu Mörikes Zeiten wurde das Gebäude als Schulhaus des Ortes genutzt. Die Schulstube war im Erdgeschoss, darüber war die Lehrerwohnung. Später wohnten die Lehrer im Ort und im Obergeschoss des Schulhauses die Pfarrverweser, also auch Eduard Mörike.

1904 hat der Schwäbische Albverein eine Tafel am Haus angebracht und damit das erste Denkmal für Mörike in Ochsenwang gesetzt.

1951 bis 1972 war Johanna Kneile, Katechetin, Organistin und Kirchenpflegerin, die „Hüterin der Mörike-Tradition" in Ochsenwang. Noch immer kann man im Museum die Schallplatte erwerben, die zugunsten des Hauses mit Johanna Kneile im Kirchlein aufgenommen wurde. Hier erzählt sie, in schönstem Honoratiorenschwäbisch, vom Eduardle und seinem Luisle!

 

 

 

Mörikehaus

 

 

 

Zwischen 1979 und 1981 renovierten Ochsenwanger Bürger das sehr baufällige Haus und setzen sich in dieser Zeit mit der damals neu gegründeten Arbeitsstelle für Literarische Museen, Archive und Gedenkstätten Baden-Württemberg in Marbach am Neckar in Verbindung, einer Abteilung des Deutschen Literaturarchivs. Mit deren fachlicher Hilfe wurden die von Eduard Mörike ehemals bewohnten Räume ausgestaltet und konnten am 25.Oktober 1981 als erstes Literaturmuseum in Baden- Würtemberg eröffnet werden.

Heute finden sich unter "Literaturmuseen Baden-Württemberg" an die einhundert literarische Gedenkstätten, davon mehr als zehn zu Eduard Mörike.

 

Besitzer des Hauses in Ochsenwang und Träger des Museums ist die Kirchengemeinde, die ihrer Aufgabe, die Gedenkstätte der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, seither nachkommt. Da die kleine Kirchengemeinde keine 300 Mitglieder hat, ist das eine starke Herausforderung. Die realistische Planung einer Renovierung vom MÖRIKEHAUS OCHSENWANG  wurde nur dadurch möglich, dass im Deutschen Literaturarchiv in Marbach eine private Stiftung zu Gunsten von Mörike-Einrichtungen eine finanzielle Grundlage bieten konnte.

 

Die neue Dauerausstellung - nach langer Renovierungszeit zwischen 2016 und 2022 - zeigt, wie schon bisher, Eduard Mörike in seiner Zeit in Ochsenwang. Darüber hinaus seine Freunde, seine Familie, die politischen Verhältnisse - was sein Leben und sein Werk zu dieser Zeit eben mitbestimmt hat.

Dabei werden drei Bereiche in jeweils eigenen Vitrinen besonders hervorgehoben.

Einmal der Dichter, der Anlass für die mehr als zehn Mörikestätten im Lande ist.

Der Pfarrverweser mit seinen damaligen Aufgaben und Pflichten.

Zum Dritten, ganz privat, der Verlobte. Denn das war Mörike in seiner Zeit in Ochsenwang. Viele der "schönsten Brautbriefe der deutschen Literatur" sind hier in diesen Räumen an die Braut, an Luise Rau, geschrieben worden.


 

 Eine Sonderausstellung, die bis zum Frühjahr 2023 zu sehen ist, zeigt unter dem Titel "Mörike forever!!" wie Mörike heute gesehen wird, von verschiedensten Künstlern, von der Literaturwissenschaft, von den Komponisten, die heute seine Gedichte vertonen.

Ein kleiner, nahezu regionaler Ausschnitt ist hier zu sehen. Mörike in unserer Zeit, im Kinderbuch, im Schulbuch, im Gesangbuch ist er zu finden. Seine Novelle "Mozart auf der Reise nach Prag" wurde in 45 Sprachen übersetzt, ebenso weltweit finden sich heute Mörike-Schriften in Museen und Archiven.